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HD - Die Hüftgelenksdysplasie des Hundes

Früherkennung und Therapie mit 16 Wochen

  • Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist die häufigste erbliche Erkrankung des Hundes
  • Das PennHIP® – Verfahren ermöglicht sichere Diagnostik und Früherkennung
  • Dank der Symphysiodese, einem neuen OP-Verfahren ist die HD im Welpenalter heilbar

Die herkömmliche Diagnostik zur Erkennung der Hüftgelenksdysplasie (HD) und die daraus resultierenden züchterischen Maßnahmen waren bislang nur eingeschränkt erfolgreich.

Obwohl die HD seit 30 Jahren bekämpft wird, ist immer noch ein hoher Prozentsatz aller mittelgroßen und großen Rassehunde dysplastisch.

Der Anteil mittel bis hochgradig von Hüftgelenksdysplasie betroffener Hunde liegt dabei je nach Rasse und Zuchtgebiet bei bis zu 70 Prozent.

Englisch- und Gordon Setter sowie Bernhardiner60-70% (!!)
Labrador, Berner Sennenhundeüber 50%
Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever, Neufundländerca. 50%
Boxerunter 50%
Flat Coated Retriever, Leonberger, Rottweilerca. 30%
Husky, Collie, Belgischer Schäferhundunter 20%

Flückinger, 2002, Schweiz, 3.749 untersuchte Hunde. Weitere Angaben zum Vorkommen der HD bei den verschiedenen Hunderassen in Deutschland und den USA finden Sie hier.

Der hohe Anteil dysplastischer Hüftgelenke führt dazu, dass bei den betroffenen Hunderassen durchschnittlich 30% aller Tiere im Laufe des Lebens schmerzhafte Hüftgelenksarthrosen entwickeln (University of Pennsylvania, 2009).
Eingeschränkte Lebensqualität und hohe Behandlungskosten sind die Folge.

Innovative Diagnostik und Früherkennung: PennHIP-Verfahren

In den USA, Dänemark, Belgien und Holland ist mittlerweile ein neues Untersuchungsverfahren etabliert, das unter anderem auch die HD-Früherkennung möglich macht.

Mit Hilfe dieser, als PennHIP (Pennsylvania Hip Improvement Program) beschriebenen Methodik wird die Gesundheit der Hüftgelenke unter neuen und aussagekräftigeren Kriterien bestimmt.

Frühtherapie der HD: Symphysiodese

Die sogenannte “juvenile pubische Symphysiodese” ist ein wenig invasiver, schonender Eingriff an einer Wachstumsfuge des Beckens beim 16 (bis maximal 20) Wochen alten Welpen.

Durch die elektrochirurgische Inaktivierung der Schambeinfuge wird die Entwicklung der Hüftgelenke während der Hauptwachstumsphase des Hundes optimiert. Die Gelenkstabilität nimmt zu. Eine bestehende Dysplasie wird im Idealfall bis zur kompletten HD-Freiheit gemindert.

Der ideale Zeitpunkt für die Symphysiodese ist unmittelbar nach der Dignosestellung in einem Alter von 16 Wochen.

In dieser Entwicklungsphase kann der Operateur die Entwicklung des Beckens am wirkungsvollsten beeinflussen und Fehlbildungen an den Hüftgelenken effektiv korrigieren.