
Die herkömmliche Diagnostik zur Erkennung der Hüftgelenksdysplasie (HD) und die daraus resultierenden züchterischen Maßnahmen waren bislang nur eingeschränkt erfolgreich.
Obwohl die HD seit 30 Jahren bekämpft wird, ist immer noch ein hoher Prozentsatz aller mittelgroßen und großen Rassehunde dysplastisch.
Der Anteil mittel bis hochgradig von Hüftgelenksdysplasie betroffener Hunde liegt dabei je nach Rasse und Zuchtgebiet bei bis zu 70 Prozent *:
(* Flückinger, 2002, Schweiz, 3.749 untersuchte Hunde)
| Englisch- und Gordon Setter sowie Bernhardiner | 60-70% (!!) |
| Labrador, Berner Sennenhunde | über 50% |
| Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever, Neufundländer | ca. 50% |
| Boxer | unter 50% |
| Flat Coated Retriever, Leonberger, Rottweiler | ca. 30% |
| Husky, Collie, Belgischer Schäferhund | unter 20% |
Angaben zum Vorkommen der HD bei den verschiedenen Hunderassen in Deutschland und den USA finden Sie hier.
Dieser hohe Anteil dysplastischer Hüftgelenke führt dazu, dass sich bei ca. 30% aller großwüchsigen Rassehunde im Laufe des Lebens schmerzhafte Arthrosen der Hüftgelenke entwickeln (University of Pennsylvania, 2009).
Eingeschränkte Lebensqualität und hohe Behandlungskosten sind die Folge.
In den USA, Dänemark, Belgien und Holland ist mittlerweile ein neues Untersuchungsverfahren etabliert, das unter anderem auch die HD-Früherkennung möglich macht.
Mit Hilfe dieser, als *PennHIP*® (Pennsylvania Hip Improvement Program) beschriebenen Methodik wird die Gesundheit der Hüftgelenke unter neuen und aussagekräftigeren Kriterien bestimmt.